Donnerstag, 30. Oktober 2008

Das wars!

Wir verabschieden uns heute von Suedamerika. Wir hatten eine tolle Zeit hier. Fuer den kommenden Dia-Abend koennen wir mit unseren Bildern Stunden, wenn nicht Tage fuellen.

Das Empfangskomitee erwarten wir am Freitag um 22 Uhr mit Sekt und Haeppchen am Freibuger Bahnhof.
Wir sehen uns!

Cordula und Philipp

Dienstag, 28. Oktober 2008

Santiago

Patricia hat uns vom Flughafen abgeholt und wir haben uns gleich ins naechtliche Bus- und Bahnleben geschmissen. Nach einer Stunde Fahrt holten wir uns um die Ecke noch ne Pizza und das wars dann auch.
Heute sind wir mit Pitty erst zur Uni und haben uns die chilenischen Studenten mal genauer angeschaut. Sie tragen gerne Schnauzbaerte, oah!!! und sind im grossen und ganzen sehr europaeisch bzw. amerikanisch. Dann ging es in ein riesiges Einkaufszentrum und in die Stadt. Erstes Sightseeing und Shoppen! Hier gibt es schon schoene Sachen zu kaufen.

Insgesamt fuehlten wir uns aber nicht wirklich in Suedamerika. Es ist schon sehr anders als in Peru.
Morgen gehts ans Meer nach Valle de Paraiso.

Der Weg ist das Ziel

Wir haben uns fuer einen Flug direkt von Arequipa nach Santiago entschieden, da die Fluege von Chile aus (Arica) nicht billiger waren. Wir wussten dabei von einem Stop hinter der Grenze in Arica. Was wir erst im Flieger erfuhren waren ZWEI weitere Stops in Iquique und Antofagasta.

Start - Landung --Arica-- Start - Landung --Iquique-- Start - Landung --Antofagasto-- Start - Landung --Santiago--

Fuer den Piloten sicher eine gute Uebung. Wir haben uns den Norden Chiles dabei von oben anschauen duerfen und konnten die enorm karge Landschaft und die Panamericana betrachten.

Die Einreise nach Chile erfolgte bereits in Arica. Erst wurde der Flugzeuginnenraum besprueht und zwar sorgfaeltig. Die Chilenen haben Angst vor Parasiten, Fruchtfliegen und Embryonen. Letzteres darf man nicht einfuehren. Dann wurden die Paesse gestaempelt das Gepaeck durchleuchtet und der Drogenspuerhund losgelassen. Anschliessend wieder ins Flugzeug und weiter.

Colca-Canyon oder eine Kaffeefahrt mit 7 Nationen

Los ging es erst nach 8 vor unserem Hostal. Richtig spaet ;o)! Eigentlich war die Abholung ja fuer 7:30 bis 8 Uhr angekuendigt, aber peruanische Puenktlichkeit liess uns nicht verzagen, so dass wir dann immer noch geduldig warteten als der Bus uns um 8:30 abholte.
Im Bus bekamen wir dann gleich mit, wie der Rest der Teilnehmer sich schon ueber nicht funktionierende Anschnallgurte beschwerte. Wir dachten uns: Was? Hier will sich jemand anschnallen? Aber die Englaender nahmen es damit sehr genau...
Nachdem wir dann endlich Arequipa verlassen hatten, wurde an jeder zweiten Kurve gehalten, um Fotos zu machen, Kitsch einkaufen zu koennen und um eventuell mal ein Baño aufzusuchen. Dabei gab es wilde Lamas, Alpacas und Vicuñas zu sehen. Letztere sind inzwischen geschuetzt, da deren Wolle sehr wertvoll ist. Der Pass, der auf dem Weg nach Chivay ueberwunden werden muss, liegt uebrigens ganze 4910 Meter ueber Null. Die Iren, die im Bus mit dabei waren und erst von Lima (40m ueber NN) nach Arequipa (ca. 2500m ueber NN) kamen, wurden dort oben ganz blau im Gesicht... wir haben aber nach unserem Auf und Ab in und um Cusco von der Hoehe so gut wie gar nichts gemerkt. Nur kalt war es, so dass es sogar geschneit hat.
In Chivay angekommen gab es schliesslich ein spaetes Mittagessen und die Moeglichkeit sich den Ort anzusehen. Anschliessend ging es zu einer heissen Therme, in der wir etwas dekadent unseren Colca Sour im 40º heissen Wasser geniessen konnten. Bereits nach Sekunden setzte der Rausch ein und wir torkelten wieder aus dem Wasser.

Das Abendessen wurde uns schliesslich mit folklorischen Taenzen von Einheimischen versuesst. Dass die Touristen da mit einbezogen wurden war abzusehen. Nur dass es gerade Philipp erwischt, war wohl einfach Pech... ;o) Ich sag nur soviel: eine junge Peruanerin setzte sich auf seine Brust und liess ihn unter ihren Rock schauen. Bilder folgen...

Der naechste Tag begann mit Fruehstueck im Hotel und anschliessender Fahrt zum Mirador del Condor, wo das Verhaeltnis von Kondoren zu Touristen leider 1 zu Unendlich betrug: genau, kein einziger Kondor, dafuer beliebig viele Touristen zu sehen.
Erst auf der Rueckfahrt war dann weit entfernt doch noch ein Paar zu entdecken! Na, immerhin haben wir damit dann doch noch welche gesehen. Nachmittags gings dann auch schon wieder nach Arequipa zurueck.
Insgesamt ein sehr erlebnisreicher Ausflug. Mit den ganzen Stops auch in den Orten zwischendurch, um ueberall und staendig den gleichen Kitsch kaufen zu koennen, war es aber einer Kaffeefahrt irgendwie nicht unaehnlich... Doch neben der Landschaft und den Erlebnissen hat man so auch noch ein paar nette Bekanntschaften mit den anderen Mitreisenden gemacht, wie Nadine aus Bregenz.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Arequipa

Ja, wir haben es endlich geschafft. Wir sind daaaaaaaa!
Fuer eine Strecke von 520 km (eigentlich 10 Stunden) brauchten wir allerdings 24 Stunden. Ihr habt richtig gelesen, 24 STUNDEN. Grund dafuer waren die Strassenblockaden von Leuten in Sicuani, die gegen einen geplanten Staudamm protestieren. Nach etlichen Stunden Warterei kam dann allerdings die Policia und hat ganz heftig klar Schiff gemacht.
Eine wahre Kolonne von Bussen konnte erst dann die Strecke Cusco-Puno (und damit auch Cusco-Arequipa) wieder befahren. Da haben wir fuer unser Geld richtig was geboten bekommen. Einen Bus mit engen Sitzen, kein Klo, bejubelte Polizisten und aufgebrachte Demonstranten, aber dafuer ganz viele Peruaner um uns rum.

Hier in Arequipa geniessen wir das schoene Wetter und die Stadt. Morgen fahren wir zum Colca-Canyon. Nochmals rauf auf 4800m, das bedeutet wieder tief einatmen. Wir haben das Touri-Komplett-Paket gebucht: mehrer kleine Staedte besuchen, in heissen Quellen baden, Condor-Felsen, Folklore-Show ...
Am Sonntag geht es dann weiter nach Chile. Hoffentlich bekommen wir einen guenstigen Flug spontan vor Ort. Da bangen wir gerade noch. Die bisherigen Internet-Recherche sah eher mager und verdammt teuer aus.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Back in Cusco

So, nun sitzen wir mindestens noch einen weiteren Tag hier fest, da die Strecke Richtung Sueden von Demonstrationen blockiert wird und keine Busse fahren. Hoffentlich klappt das morgen frueh dann endlich...

Out of the Junlge

Tja, da sind wir wieder. Es ist noch alles dran aber etwas Blut mussten wir lassen. Nicht nur Muecken haben uns gestochen, auch die ein oder andere Zecke an so manch pikaerer Stelle.
Aber von vorn.
Tag 1:
Die Autofahrt begann um 5:00 Uhr und wir lernten die anderen Teilnehmer kennen: Christiane, 32, Postdoc-Bio; Markus, 33, Umweltgutachter; Lore und Josef, sowie Hans und Walter, Rentner die nur 4 Tage mit uns verbrachten. Es ging ueber schmale Schotterpisten hinauf auf 4000m und dann hinunter in den Nebelwald. Dort trafen wir dann die ersten Voegel: Cock of the Rock, Quetzal und Potoo. Uebernachtet wurde in einer Luxus-Lodge mit Kolibris im Garten.
Tag 2:
Abfahrt war heute bereits um 3:00 Uhr. Gaehn! Es ging bis Atalaya durch die Nacht zum Alto Madre de Dios. Das Team war jetzt komplett bestehnd aus dem Guide Rivelino, 5-Sterne Koch Ciro, Bootsmann Christian und Bootsjunge Chique. Hinein ins feuchte Nass zur ersten Papageien-Lecke und Fruehstueck am Strand. Weiter bis Boca Manu aufs letzte Bier fuer manchen Herrn und lustiger Unterhaltung dank des sprechenden Papageies in der Huette. Hier werden die grossen Boote aus bestem Urwaldholz gebaut. Und nochmals weiter mit dem Boot zum Madre de Dios in die Lodge.
Nach einer kalten Dusche sind wir dann durch den Wald zur Tapir-Lecke gelaufen um dort die NAcht zu verbringen. Grusel! Das Essen wurde geliefert ;o) und wir warteten auf das Tapir. Vergeblich! Um 4:00 Uhr sind wir zurueck gelaufen durch de Daemmerung. Begleitet vom Wind, wie ich dachte. Doch es waren Bruellaffen, unglaubliches Geraeusche.

Tag 3:
Ab zur grossen Ara-Lecke Blanquillo. Dort gab es dann sehr dekadent ein Fruehstueck bestehend aus Pfannkuchen. Da ein Falke unterwegs war und das Wetter auch mehr schlecht als recht war, warteten wir lange bis sich die ersten Papageien an der Wand niederliessen und Erde frassen.
Weiter gings zum See um einen 42m hohen Turm zu besteigen. Fantastischer Blick ueber den gruenen Wipfeln. Und dann sahen wir tatsaechlich drei Riesenotter. Unglaublich, da man sie hier nur GANZ selten sieht.
Uebernachte wurde wieder auf der Platform an der Tapir-Lecke. Doch auch heute hatten wir kein Glueck.
Tag 4:
Hans und Werner verabschieden sich und fliegen zurueck.
Wir machen uns auf den Weg in die Reservezone des Manu-Parks. Einquartiert werden wir in der Casa Machiguenka. Sie wird von einheimischen Indianerstaemmen betrieben. Es folgt die erste Nachtwanderung mit Tarantel, giftigen Froeschen und grossen Insekten.
Tag 5:
Am morgen machen wir einen Dschungelgang und treffen ganze 5 Affenarten innerhalb einer Stunde an. Es war sehr lustig, da die Affen versuchen von oben mit Stoecken zu werfen und runterpinkeln. Es war grandios!
Wir fahren weiter zum Cocha Salvador und erkunden den See mit einem Katamaran. Und da sind doch tatsaechlich alle 6 Riesenotter des Sees direkt vor uns am Fressen, Kopulieren ;o) und Spielen. Ein kleines Drama spielte sich dann auch noch ab. Ein Otter verlor die Gruppe und schwamm ganz allein rum. Ein Kaiman kam dazu und .......
Alles ging gut! Die Gruppe ging vereint zu Bett und wir warteten auf die Dunkelheit. Zeit der Kaimane. Gesehn haben wir dann ein paar kleine. Etwas enttaeuschend :-/ Philipp hats gereicht. Zurueck durch die Nacht.
Tag 6:
Nach einem weiteren Seebesuch ging es schon vom Rio Manu schon wieder in Richtung Rio Alto Madre de Dios. Dort wurde abends wieder nach Voegeln Ausschau gehalten und unter anderem auch der sagenumwobene grosse Potoo sowie ein nistender Adler mit einem Jungen gesichtet.

Tag 7:
Rueckreise den Fluss hinauf in Richtung Atalaya. Vorbei an heissen Quellen in die wir uns hineingelegt haben und den Dreck der letzten Tage herunterspuelen konnten.
Tag 8:
Den ganzen Tag im Bus zurueck nach Cusco. Resultat: zwischendurch ein platter Reifen und am Ende lauter platte Hintern.

Das wars aus dem Dschungel!

Montag, 13. Oktober 2008

Machupicchu hin und zurueck

Aguas Calientes, der Ort am Fusse des Inka-Berges wo all die Touristen untergebracht sind und der von nichts anderem lebt...
Durch die Fahrt mit dem Zug hat man auch so einiges von der Landschaft gesehen, sehr eindrucksvoll!


Zum Aufwaermen haben wir uns am gleichen Tag noch eine kleine Tour auf den Putucusi vorgenommen. Von dort sollte man eine schoene Sicht auf Machupicchu haben. Los gings! Bis hierher und nicht weiter:

Klein Cordula hat sechs Sprossen gewagt und dann das Heulen angefangen. Ganz ehrlich. Philipp hats bissel weiter gepackt (und hat dann mir zu liebe aufgegeben, Liebe).
Wir sind dann weiter am Urubamba entlang gelaufen. Dort wachsen die Tomaten direkt im Wasser und es gibt wunderbare Felsformationen. Unseren ersten kleinen Dschungelkontakt hatten wir dann in einem "kleinen" Privatgarten. Immer den Hang hinauf gab es die groessten Farne und andere botanische Dinge. Philipp hat dann noch den Vogel Perus gesehen: Andenfelsenhahn (Rupicola peruviana) und vermutlich ein hokko-Huhn (Cracidae)

Fuer heute hat das dann auch gereicht mit der Bewegung.
Weiter gings mit dem Machupicchu:
4:30 Uhr aufstehen
5:00 Uhr anstehen an der Bushaltestelle
5:30 oeffnet der Busservice
6:15 anstehen am Eingang des Machupicchu
Endlich drin trennten sich unsere Wege. Philipp wollte den hoechst gefaehrlichen Waynapicchu besteigen. Das hab ich nach meinem Treffen mit dem Putucusi gelassen. Er musste nochmals bis 7:30 anstehen bevor er die bereits beschriebenen Treppen erklimmen konnte. Oben angekommen hatte er natuerlich eine ueberwaeltigende schwitzige Aussicht:


Cordula genoss in der Zeit auf der gegenueberliegenden Seite der Anlage das Erwachen der Ruinen. Wunderbares Licht! Bin dann noch etwas rumgestapft und hab gewartet. Gemeinsam haben wir dann die Ruinen noch betrachtet und den Anfang einer Fuehrung mitgemacht. Da diese erst um 12:00 Uhr begann war natuerlich auf der Anlage die Hoelle los: Uebergewichtige Amerikanerinnen schleppen sich die unzaehligen Stufen hoch. Teils auf allen Vieren. Unglaubliche Bilder! Wir sind durch Cusco jetzt Hoehen-gedopt und haben keinerlei Probleme mehr ;o)
Und das kommt dabei raus wenn man einer Frau den Foto gibt: Ganz VIEL Himmel und ganz wenig Machupicchu:


Auf dem Rueckweg hat uns dann noch ne Kuh aufgehalten. Sie stand auf den Schienen und musste eine ganze Weile vor dem Zug her joggen bis sie eine Stelle fuer ihren Angstschiss fand.
Heute haben wir erst mal ausgeschlafen und unsere strapazierten Oberschenkel geschont. Und ich hab jetzt nen Alpaca-Pulli, natuerlich in gruen.
Morgen gehts um 5:00 Uhr in den Manu-Nationalpark. Spannung!!!
Wir sehen und lesen erst wieder naechste Woche voneinander. In diesem Sinne...

Ein paar Bilder aus Cusco

Hier der Plaza des Armas (Cordula ist hier immer noch hoehenkrank und kann nicht besser gucken):


Abendstimmung auf dem Plaza:


Philipp am beruehmten 12-eckigen Stein in einer Inkamauer:


Wir vor der Sehenswuerdigkeit Saqsayhuaman (noch mehr Ruinen):

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