Dienstag, 28. Oktober 2008

Santiago

Patricia hat uns vom Flughafen abgeholt und wir haben uns gleich ins naechtliche Bus- und Bahnleben geschmissen. Nach einer Stunde Fahrt holten wir uns um die Ecke noch ne Pizza und das wars dann auch.
Heute sind wir mit Pitty erst zur Uni und haben uns die chilenischen Studenten mal genauer angeschaut. Sie tragen gerne Schnauzbaerte, oah!!! und sind im grossen und ganzen sehr europaeisch bzw. amerikanisch. Dann ging es in ein riesiges Einkaufszentrum und in die Stadt. Erstes Sightseeing und Shoppen! Hier gibt es schon schoene Sachen zu kaufen.

Insgesamt fuehlten wir uns aber nicht wirklich in Suedamerika. Es ist schon sehr anders als in Peru.
Morgen gehts ans Meer nach Valle de Paraiso.

Der Weg ist das Ziel

Wir haben uns fuer einen Flug direkt von Arequipa nach Santiago entschieden, da die Fluege von Chile aus (Arica) nicht billiger waren. Wir wussten dabei von einem Stop hinter der Grenze in Arica. Was wir erst im Flieger erfuhren waren ZWEI weitere Stops in Iquique und Antofagasta.

Start - Landung --Arica-- Start - Landung --Iquique-- Start - Landung --Antofagasto-- Start - Landung --Santiago--

Fuer den Piloten sicher eine gute Uebung. Wir haben uns den Norden Chiles dabei von oben anschauen duerfen und konnten die enorm karge Landschaft und die Panamericana betrachten.

Die Einreise nach Chile erfolgte bereits in Arica. Erst wurde der Flugzeuginnenraum besprueht und zwar sorgfaeltig. Die Chilenen haben Angst vor Parasiten, Fruchtfliegen und Embryonen. Letzteres darf man nicht einfuehren. Dann wurden die Paesse gestaempelt das Gepaeck durchleuchtet und der Drogenspuerhund losgelassen. Anschliessend wieder ins Flugzeug und weiter.

Colca-Canyon oder eine Kaffeefahrt mit 7 Nationen

Los ging es erst nach 8 vor unserem Hostal. Richtig spaet ;o)! Eigentlich war die Abholung ja fuer 7:30 bis 8 Uhr angekuendigt, aber peruanische Puenktlichkeit liess uns nicht verzagen, so dass wir dann immer noch geduldig warteten als der Bus uns um 8:30 abholte.
Im Bus bekamen wir dann gleich mit, wie der Rest der Teilnehmer sich schon ueber nicht funktionierende Anschnallgurte beschwerte. Wir dachten uns: Was? Hier will sich jemand anschnallen? Aber die Englaender nahmen es damit sehr genau...
Nachdem wir dann endlich Arequipa verlassen hatten, wurde an jeder zweiten Kurve gehalten, um Fotos zu machen, Kitsch einkaufen zu koennen und um eventuell mal ein Baño aufzusuchen. Dabei gab es wilde Lamas, Alpacas und Vicuñas zu sehen. Letztere sind inzwischen geschuetzt, da deren Wolle sehr wertvoll ist. Der Pass, der auf dem Weg nach Chivay ueberwunden werden muss, liegt uebrigens ganze 4910 Meter ueber Null. Die Iren, die im Bus mit dabei waren und erst von Lima (40m ueber NN) nach Arequipa (ca. 2500m ueber NN) kamen, wurden dort oben ganz blau im Gesicht... wir haben aber nach unserem Auf und Ab in und um Cusco von der Hoehe so gut wie gar nichts gemerkt. Nur kalt war es, so dass es sogar geschneit hat.
In Chivay angekommen gab es schliesslich ein spaetes Mittagessen und die Moeglichkeit sich den Ort anzusehen. Anschliessend ging es zu einer heissen Therme, in der wir etwas dekadent unseren Colca Sour im 40º heissen Wasser geniessen konnten. Bereits nach Sekunden setzte der Rausch ein und wir torkelten wieder aus dem Wasser.

Das Abendessen wurde uns schliesslich mit folklorischen Taenzen von Einheimischen versuesst. Dass die Touristen da mit einbezogen wurden war abzusehen. Nur dass es gerade Philipp erwischt, war wohl einfach Pech... ;o) Ich sag nur soviel: eine junge Peruanerin setzte sich auf seine Brust und liess ihn unter ihren Rock schauen. Bilder folgen...

Der naechste Tag begann mit Fruehstueck im Hotel und anschliessender Fahrt zum Mirador del Condor, wo das Verhaeltnis von Kondoren zu Touristen leider 1 zu Unendlich betrug: genau, kein einziger Kondor, dafuer beliebig viele Touristen zu sehen.
Erst auf der Rueckfahrt war dann weit entfernt doch noch ein Paar zu entdecken! Na, immerhin haben wir damit dann doch noch welche gesehen. Nachmittags gings dann auch schon wieder nach Arequipa zurueck.
Insgesamt ein sehr erlebnisreicher Ausflug. Mit den ganzen Stops auch in den Orten zwischendurch, um ueberall und staendig den gleichen Kitsch kaufen zu koennen, war es aber einer Kaffeefahrt irgendwie nicht unaehnlich... Doch neben der Landschaft und den Erlebnissen hat man so auch noch ein paar nette Bekanntschaften mit den anderen Mitreisenden gemacht, wie Nadine aus Bregenz.

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