Donnerstag, 9. Oktober 2008

Vorfreude ist die schoenste Freude

Wir laufen ja schon seit drei Tagen mit allem an Klamotten rum was wir dabei haben: T-Shirt, Pulli, Fleecejacke und Regenjacke. Aber heute musste ich sogar meine lange Unterhose anziehen. Gottseidank hab ich die dabei ;o)
Die ganze Nacht hats geregnet und heute gegen Mittag auch nochmals. Gefluechtet haben wir uns dann in ein kleines Restaurante. Erstmal Cocatee trinken. Die Einheimischen um uns haben wieder tolle Sachen gegessen, so dass Philipp auch was bestellt hat. Pollo, Huehnchen! So sah und roch es zumindest auf den anderen Tellern. Es kam ein neues kulinarisches Highlight dieser Reise: ein RIESIGES gekochtes Huehnerbein in Suppe mit Kartoffeln und Karotte. Das sah nun gar nicht so aus wie auf den Nachbartischen. Die Damen nebenan haben dann auch schon gelacht. Naja wir sind fuer jeden Spass zu haben. Das andere waere Schwein in Fett fritiert gewesen. Da war nicht wirklich viel Fleisch dran.
Jetzt hat der Regen endlich wieder aufgehoert und die Sonne scheint. Sind eh schon ganz rot von der hohen UV-Strahlung hier, trotz Wolken. Philipp handelt gerade noch fuer morgen mit unserem muchu amigo Alfonso die Unterkunft in Agues Calientes aus. Morgen gehts ganz frueh los. Mit dem Zug an den Machupichu, dann eine Nacht dort und am naechsten Morgen mit dem ersten Bus zu den Ruinen. Geplant ist auch ein Aufstieg auf den Waynapichu. Da erwarten uns 50cm hohe und 20 cm tiefe Treppenstufen und am Ende noch auf allen vieren durch einen Tunnel. Ich geh hier ja schon auf dem Zahnfleisch daher. Boah, was man in seinem Urlaub nicht alles macht.
Und wehe es regnet, aber dann...

Cusco continued...

Der dritte Tag Cusco bricht gerade an und es gibt hier wirklich viel zu sehen! Die ganze Stadt ist ein Museum. Gestern konnten wir uns dazu druchringen, doch noch dieses Boleto Touristico zu kaufen, mit dem man hier in die wichtigsten Museen und Ruinen in der Umgebung reinkommt. So haben wir gestern also eine Haelfte der Stadt nochmal "richtig" angeschaut und sind den andern halben Tag mit dem Bus in der nahen Umgebung einige Ruinen abgefahren. Seeeeehr beeindruckend die ganzen Inka-Mauern. In der Reisegruppe war auch ein Amerikaner dabei, der in Deutschland lebt (aber kein Wort deutsch spricht) und mit dem wir uns ganz nett unterhalten haben.
Unser Lieblingsrestaurant haben wir hier auch schon gefunden, doch beim zweiten Mal ist es dann doch nicht mehr so gut wie beim ersten Mal... Alpaca kann man aber nicht nur ganz gut am Koerper tragen sondern auch kulinarisch geniessen. ;)
Mit Bilder hochladen ist es hier gerade etwas schwierig, dazu muessten wir erst mal in ein richtiges Internetcafe. Das haben wir aber schon auch noch vor.
Im Moment ist unser Blick aber nach vorne gerichtet, d.h. morgen (bzw. morgen und uebermorgen) ruft uns der Berg (ja genau der!) und danach der Urwald. Wir sind schon soooo aufgeregt!

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Cusco

Ha, man merkt schon, dass man sich hier auf 3400m befindet. Also mir gehts nicht so prickelnd. Aber von Anfang an:
Die Nacht war wirklich kurz und so waren wir bereits um 3:30 am Flughafen. Wegen schlechten Wetters in den Anden mussten wir dann nochmals aus dem Shuttlebus raus und ganze 3 Stunden warten. Da ich mir den Magen am Vortag mit Mango verdorben habe gings mir dementsprechend (Einzelheiten erspar ich euch, aber es war das volle Programm). In Cusco hiess es dann einen Taxifahrer finden der moeglichst billig in die Stadt faehrt und uns ne nette Unterkunft weiss.
Die Fahrt wurde durch einen Streik der Einheimischen erschwert, die die Strassen blockierten und irgendwann auch vor uns standen. Steine haben sie dann aufs Auto geworfen, worauf unser Fahrer Alfonso beherzt ausstieg und die Meute zur Rede stellte. Mit diesem kleinen Schock gings also weiter. In einer Seitenstrasse wurde gehalten und ausgestiegen. Es ging zu Fuss weiter. Holla die Waldfee da ging es also mit vollem Gebaeck die Strasse und Treppen hoch zum Andes de San Blas. Unserer Unterkunft fuer die naechsten Tage. Alfonso war auch dann sehr geschaeftstuechtig und verkaufte uns gleich alle Sehenswerten Touren. Ueber unsere Naivitaet und Leichtglaeubigkeit sagen wir an dieser Stelle mal nix ;o).
Die Geschaefte gingen auch gleich bei Ulrike weiter. Einer Deutschen die hier Amazonastouren verkauft. Wir haben uns fuer 8 Tage Abenteuer entschieden. Uiuiui!!!
Heute regnets immer weider in Cusco und wir waren gleich mal bis auf die Knochen nass. Eine heisse Dusche zum Aufwaermen war nicht moeglich. Hoffentlich klappt das noch. Der Regen war so heftig, dass ganze Fluesse die Strasse und ueber die Treppen runterkamen.
Ansonsten tingeln wir etwas rum und schnaufen wie zwei dicke Gringos. Gottseidank machen wir keinen Inkatrail. Das war ne ganz schlechte Idee. Heute steht noch auf dem Programm ein kleines Essen zu uns zu nehmen. Die Preisse sind dabei ganz schoen happig.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Lima Teil II

Hoppla, eben die Bilder auf den PC geladen und ploetzlich wackelt alles ganz leicht: war wohl eben tatsaechlich ein kleines Erdbeben zu spueren, nichts grosses nur ein dumpfes Rumpeln und ein kleines Wackeln, und schon ist wieder alles vorbei. Hier der Beweis:
http://earthquake.usgs.gov/eqcenter/recenteqsww/Quakes/us2008xvab.php (Ui, war in Bolivien, Staerke 5.1)
So, jetzt aber nochmal zu Lima: Heute sind wir nochmal losgezogen, die Stadt zu erkunden, diesmal aber in die andere Richtung: ab in den Sueden, und das in der Hoffnung doch vielleicht einen frischen Fisch aufgetischt zu bekommen.

Doch nach ein paar Kilometern entlang stinkender, lauter Strassen, durch Wohngebiete und schliesslich fast bis zum Fischerhafen, sagen uns die Sicherheitsleute dort, dass der eingezaeunte Bereich leider privat ist und man oben rum besser nicht weiter gehen sollte. "Muchos ladrones", also viele Langfinger die sich da rumtreiben... also wieder zurueck, diesmal wieder mit dem collectivo von denen man nie genau weiss wo sie denn nun eigentlich lang fahren und man jedes mal auf gut Glueck irgendwo abspringen muss...
Dank des Laerms, der dreckigen Luft und so weiter kann man also wirklich sagen dass Lima im grossen und ganzen ein Moloch ist.
Den Rest des Tages haben wir also im Hostel verbracht, chillen, sich auf Cusco freuen, einkaufen und vorbereiten auf den seeeehr fruehen Flug morgen frueh. Um 3 Uhr kommt das Taxi, gaeeeeeeehn!
Ach, uebrigens haben wir uns heute mit jemandem unterhalten der die Tour schon hinter sich hat und prompt auch aus Freiburg kommt! Hat uns sehr gute Kontakte in Iquitos gegeben, die wir wohl leider nicht nutzen koennen, da das dann doch ne Ecke zu weit von unserem Plan abweicht. Aber schaut euch mal das folgende Bild noch genau an, dann versteht ihr warum man sich hier irgendwie gar nicht so weit von Freiburg entfernt vorkommt:

Montag, 6. Oktober 2008

Peruanisches Essen

Nach dem langen Tag waren wir so ausgehungert, dass wir unbedingt was gscheits zwischen den Zaehnen brauchten. Also haben wir uns auf den Weg durch das Barranco gemacht. Das Viertel in dem wir wohnen ist sehr sicher durch die vielen Polizisten die hier an jeder Ecke stehen, auch nachts. Wir haben uns an die Anweisung unseres Reisefuehrers gehalten und ein Restaurant ausgesucht in dem viele Einheimische sitzen und uns dann mit dem Ruecken zur Wand gesetzt. Man weiss ja nie :o)
Bestellt haebn wir ein kleines Maedchenbier (Cerveza chica) und irgendwas von der Karte. Ein Ueberraschungsteller sozusagen!
Das Essen kam...
Cordula's Teller: Salzkartoffeln, riesige Maiskolben mit RIESIGEN Koernern und Fleisch. Ein richtiges Stueck leckeres gegrilltes Fleisch. mmmmhhhhh!!! Die Frage ist natuerlich was fuer Fleisch? Tja, keine Ahnung aber lecker wars.
Philipps' Teller: Salzkartoffeln und ein Fleischspiess mit komischen Fleischstueckchen herum. Philipp meinte er hat da Seestern, ja schon klar, ne! Die Biologin hat da mal naeher hingeschaut und das waren wohl eher Kutteln mit Nierchen und am Spiess Leber mmmhhhhh!!! Wiederum keine Ahnung von was fuer einem Tier ;o)
Aber es war wirklich sehr lecker. Als Nachtisch haben alle anderen um uns rum so was Schmalzgebackenes gegessen und das wollte das Schleckermaul Cordula auch haben. Also haben wir auf den Nachbartisch gezeigt und die Bedienung hat uns schon angesehen was wir da haben wollen. Und das war sooooo lecker, boah! Kulinarisch ist das ganze bisher eine Wucht.
Heute kommt Fisch dran...

Lima Teil 1

Nach einer erholsamen Nacht ;o) mit Oropax haben wir heute morgen mit den ersten Touris gefruehstueckt. Deutsche! Aus Stuttgart! Die waren Insider und haben uns ein paar gute Tipps mitgegeben. Mit dem neuen Know How sind wir dann gleich mal los, den Pazifik entlang bis in den Stadtteil Miraflores und haben uns nach einem Super Mercado durchgefragt. Dort erst mal die grossen Scheine zu Kleingeld machen und damit dann Busfahrend zur Altstadt.
Ihr glaubt ja gar nicht was es hier fuer Laeden gibt. Starbucks, noble Boutiquen... Bald fahren wir zum Shoppen nach Lima und nicht nach Mailand.
In der Stadt angekommen ist das erste was uns in der Menschenmenge auffaellt, dass wir groesser sind als alle anderen. Ein ganz neues Gefuehl fuer Philipp. Heute war auch DIE Prozession in Lima. Alle waren auf der Strasse um den Zug und die Statue zu sehen. Und wir mitten drin. Die Stuttgarter erzaehlten, dass der Zug schon die letzte Nacht unterwegs war. Wow, die wissen wie man hier betet.
Wir haben dann noch ein paar andere Sehenswuerdigkeiten betrachtet. Aber so spannend wars dann auch nicht. Ziemlich schlechte Luft und Sonnenbrand trotz dichter Wolken...

Hier La Catedral auf dem Plaza Mayor.

Und hier ein Viertel in das man sich als Tourist nicht hineinwagen sollte am Fusse des San Christo Ball dingsbums oder so aehnlich...

Nachtrag

Frankfurt Flughafen, Samstag frueh um 5 Uhr : 8 Amis (darunter 2 Frauen) vor uns in der Warteschlange, alle mit merkwuerdigen Koffern und Metallschildchen um den Hals, checken fuer einen Flug der British Airways nach London ein. Wir dachten ja da is ne Band mit ihren Gitarren unterwegs. Doch dann stellt sich heraus dass sich in den flachen Koffern ein komplettes Waffenarsenal befindet... nur gut dass das nicht unser Flug war ;) EIne Nachfrage von einem anderen deutschen Passagier wurde nur laechelnd mit dem Kommentar beantwortet: "Sorry, we are not allowed to discuss this."
Tja, wo die wohl hin wollen?!

Sonntag, 5. Oktober 2008

Endlich gelandet!

So dieser ewig lange Flug hatte nach insgesamt 18 Stunden endlich sein Ende. Lief alles wunderbar, bis ueber den Anden. Da hat es maechtig geruettelt. uiuiui!

Unser Hostel hat uns am Flughafen sitzen gelassen und so haben wir ein Taxi genommen. Tomas hat sich nett um uns gekuemmert.
Da sind wir also, im Point Hostel. Haben ein Mini-Dorm zu zweit bezogen, lassen uns vom Rest mit lauter Musik und komischen Filmen beschallen. Hier laeuft alles gleichzeitig. Das Internet ist umsonst, die Tastatur baaaaaaahhhhhhhh, lebt vermutlich schon. Ich bin zu alt fuer so nen Scheiss. Ich bin muede will meine Ruhe und ueberhaupt, jammerjammer.
Philipp, was sagst du dazu?

Mañana... erst ma ueber alles schlafen... :)

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